Querungshilfe- Schulwegsicherung Friedhofstraße/FUZO
Der WA (tig) berichtete am 9. Februar 2010
Etwas „ins Dümpeln“geraten"
„Gut Ding will Weile haben“, sagt der Volksmund. Wenn das stimmt, dann müsste die Querungshilfe für die Schulkinder, die von der Gemeindeverwaltung eines Tages an der Friedhofstraße eingerichtet wird, ganz besonders gut ausfallen.
Denn die Diskussionen um die Schulwegsicherung an der aus Sicht vieler Eltern gefahrenträchtigen Kurve laufen nun schon seit 15 Monaten. Am 23. Oktober 2008 fand die erste Begehung mit Vertretern der Gemeinde, der Polizei und des Kreises Unna statt. In der Folge engagierten sich in dieser Sache die Lokalpolitiker: SPD-Ratsherr Klaus-Werner Heinze sammelte Unterschriften für einen Zebrastreifen, sein CDU-Kollege Burkhard Geckert schlug später eine Querungsvariante vor, die ohne großen Aufwand zu realisieren wäre (unsere Zeitung berichtete). Passiert ist trotz allem noch nicht viel. Zwei Parkplätze wurden gestrichen – für eine bessere Sicht, das war's. Burkhard Geckert kann nicht fassen, dass die Verwaltung für eine vergleichsweise simple Maßnahme so viel Zeit braucht. „Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder“, so Geckert. Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses Planen, Bauen, Umwelt machte der Handwerksmeister seinem Unmut Luft und forderte Fachbereichsleiter Horst Becker auf, endlich etwas zu unternehmen. Becker wies den Verdacht, untätig gewesen zu sein entschieden zurück, versprach aber, bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (Donnerstag, 11. Februar, 18 Uhr) „etwas vorzulegen“.
Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte der Fachbereichsleiter gestern: „Ich habe versucht, einen Zebrastreifen dorthin zu bekommen, aber leider ohne Erfolg.“ Dann sei die ganze Sache tatsächlich etwas „ins Dümpeln“ geraten. Nun aber wolle er –eine dauerhafte Wetterverbesserung vorausgesetzt – dafür sorgen, dass der Vorschlag der CDU zügig umgesetzt werde.
Schulwegsicherung an Friedhofstraße soll nach langem Hin und Her umgesetzt werden
An den
Rat der Gemeinde Bönen
z.Hd. Herrn Bürgermeister Rainer Eßkuchen
Am Bahnhof 7
59199 B ö n e n
Bönen, 30. Dez. 2009
Betr. : Antrag der CDU -Fraktion
Der Rat der Gemeinde Bönen möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, den Schulweg im Bereich Friedhofstraße/Fußgängerzone verkehrstechnisch besser zu sichern.
Begründung:
Die CDU-Fraktion und Mitglieder der Elternschaft Goetheschule fordern eine bessere Schulwegsicherung im Bereich Friedhofstraße / Westeingang Fußgängerzone.
Ein heranfahrendes Auto wird dort von einem Kind oft gar nicht oder viel zu spät gesehen, da das Gesichtsfeld von Kindern bis 8 Jahren etwa um ein Drittel kleiner ist , als das eines Erwachsenen. Allein schon deshalb ist für Schulkinder der Primarstufe das Überqueren der Fahrbahn an dieser Stelle besonders gefährlich.
Die nachfolgend beschriebenen Baumaßnahmen entsprechen den Forderungen der Eltern und Schüler nach mehr Sicherheit beim Überqueren der Fahrbahn.
Die CDU-Fraktion ist überzeugt, dass eine bauliche Maßnahme zur Schulwegsicherung
- Gem. Rd. Erl. d. Ministeriums für Stadtentwicklung und Verkehr (am 1.1.2003: MVEL) –III C 2-22-00-,
- d. Kultusministeriums (am 1.1.2003:MSJK) – II A 2.36-35/0 Nr. 349/94-
- u. d. Innenministeriums –IV C 4-273- 18.8.1994
sofort erforderlich ist, wenn eine Fußgängerzone (242.2STVO) dort endet, wo die (Friedhof-) Straße eine 90° Kurve macht und es sich um eine 30er Zone (274.1 STVO) handelt.
Jede der beiden Mittelinseln ist von ihrem jetzigen Standort nach außen zu verlagern,
damit der Abstand zwischen beiden Inseln den Erfordernissen einer Querungshilfe entsprechend ausgelegt werden kann.
Dem Antrag liegt eine Skizze zur örtlichen Positionierung der Querungshilfe bei.
Die Ausgestaltung der Überquerungshilfe sollte in Zusammenarbeit von Schulträger, Schule, Kreispolizeibehörde und Verkehrswacht erarbeitet werden.
Aus Sicht der CDU sollte die Überquerungshilfe als Fahrbahnmarkierung eine reflektierende, farbige Oberfläche erhalten. In Frage käme eine Rot; in Frankreich hat man seit einiger Zeit gute Erfahrungen mit der Farbe Türkis gemacht. Es ist erwiesen, dass das Auge die türkisfarbige Farbahnmarkierung in der Dunkelheit viel besser wahrnimmt.
Weiße, auffällige Dreiecke sollten die Ränder der Überquerungshilfe zur Fahrbahn hin abgrenzen. Vor diesem Hindernis sollte als Fahrbahnmarkierung in Fahrtrichtung das Zeichen > KINDER < (136 STVO) die herannahenden Autofahrer warnen. Weiterhin würden Poller vor den Mittelinseln die Sicherheit an dieser Stelle erhöhen.
Mit Rücksicht auf die Anwohner sehen wir von einem Einsatz von Fahrbahn-Schwellen ab.
Schulwege sollten so sicher wie möglich ausgebaut sein. Nicht unwichtig erscheint uns, dass Schulwege generell von allen Bürgern benutzt.