Offen für einander

altDer WA (Karl Löbbe) berichtete am 3. September 2010

Ditib-Moschee lud am „Tag der Bönener Kulturen“ zum gemeinsamen Fastenbrechen ein.

Auch über die Probleme der Integration wurde unter den Teilnehmern diskutiert.

Bönens türkischstämmige Mitbewohner standen am „Tag der Kulturen“ am Mittwoch als lokale Helden im Mittelpunkt der Local-Heroes-Woche. Ab nachmittags standen die Türen der Bönener Moscheen weit offen, um Besuchern einen Einblick in die islamische Kultur und Religion zu geben. Das Thema Integration spielte dabei natürlich ebenfalls ein wichtige Rolle. Wenn auch die Vorstellung des neuen Kursprogramms, zwischen 18 und 19 Uhr geplant, im Türkischen Bildungs- und Kulturzentrum an der Zechenstraße entfiel, entspann sich dort doch unter den wenigen Besuchern eine lebhafte Diskussion über mögliche Projekte und Vorhaben. Verschwiegen wurden aber auch nicht die Probleme, mit denen die Moscheevereine zu kämpfen haben und die zum Teil eine erfolgreiche Arbeit behindern.

Die Fachbereichsleiterin der Gemeinde für Schule, Sport und Kultur, Edelgard Blümel, forderte dazu auf, offen zu sein für die Gesellschaft und vor allen den Kindern eine effektivere Teilnahme an diversen Angeboten der Gemeinde, wie zum Beispiel denen des Musikkarussells, möglich zu machen. Auf diese Weise könnten viele erfolgreiche Schritte auf dem Weg zu weiterer Integration getan werden. Die übersichtliche Zahl der Besucher, darunter Vertreter der politischen Parteien SPD und CDU, die sich gegen 19 Uhr zu einem Besuch der Ditib-Moschee entschlossen hatten, wurden dort vom Vorsitzenden Feridun Güney, willkommen geheißen. War auch den meisten Besuchern der Aufbau und die Einrichtung eines Gebetsraumes schon bekannt, so gab es dennoch zahlreiche Fragen, die ausführlich beantwortet wurden.

Im Anschluss wurden die deutschen Gäste und Gemeindemitglieder nach draußen gebeten, wo man gemeinsam an langen Bankreihen und gedeckten Tischen auf das ersehnte Fastenbrechen wartete, unterhalten von einem Auftritt tanzender Derwische. Güney erläuterte den dann doch zahlreicher erschienenen Gästen den Sinn des Fastens im Monat Ramadan, dessen Ende mit dem Fastenbrechen gefeiert wird. Begrüßungsworte richtete auch Mehmet Ucmus, der aus Essen angereiste Religionsbeauftragte beim Türkischen Generalkonsulat, an die Anwesenden. Ucmus lobte vor allem, dass eine solche Veranstaltung im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres in der Gemeinde Bönen stattfinden konnte, bevor schließlich die angebotenen Speisen und Getränke mit großer Begeisterung in Angriff genommen wurden. Im Hof drehten die tanzenden Derwische ihre Kreise. Die deutschen Gäste ließen sich von Feridun Güney die Einrichtung des Gebetsraumes erklären.

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